Dämpfkammern

Modetrends und Kundenwunsch bestimmen die Farbe

Um bestimmte Farbeffekte zu erzielen müssen oftmals besondere Tricks und Kniffe angewendet werden. Dazu zählt vor allem das Dämpfen von Schnittholz. Durch dieses Verfahren können Sie die Farbgebung des Holzes wesentlich beeinflussen. Am häufigsten wird das Dämpfen im Laubholzsektor angewendet. Buche ist das mit Abstand am häufigsten gedämpfte Holz. Die Farbtöne reichen hier von leicht rosa bis hin zu einer tiefroten Farbe. Neben Buche werden aber auch andere Holzarten wie Eiche und Robinie gedämpft.



Im Alpenraum immer beliebter wird auch gedämpftes Nadelholz. Besonders gefragt sind hier gedämpfte Fichte und Lärche. Durch das Dämpfen erhält das Nadelholz eine dunklere Farbe und somit einen „rustikalen Look".

Um jedoch dämpfen zu können benötigt es auch eine entspre-chende technische Ausrüstung. Gedämpft wird in Dämpfkammern, welche sich in der Bauweise des

Reine Dämpfkammern unterteilt man grundsätzlich in zwei verschiedene Typen:

 

  • Dämpfkammern mit direkter Dämpfung
  • Dämpfkammern mit indirekter Dämpfung

 

Bei Dämfpkammern mit direkter Dämpfung sorgt eine Dampflei-tung mit Niederdruck-Sattdampf für den entspre-chenden Dampf. Das Geheimnis beim Dämpfen liegt darin schnellstmöglich eine Temperatur um die 90 °C sowie ein Sattdampf-Klima zu erreichen. Je nach gewünschtem Farbton muß dann dieses Klima eine bestimmte Zeit gehalten werden.

 



In Ermangelung eines Dampferzeugers kann auch indirekt gedämpft werden. Bei diesem Verfahren wird in der Dämpf-kammer ein Wasserbecken installiert. In diesem Wasser-becken verlaufen dann Heizungsrohre um mit Heißwasser, Hochdruckdampf oder Thermoöl das Wasser zum Verdam-pfen zu bringen. Das Ergebnis ist dasselbe, der finanzielle Aufwand für eine solche Dämpfkammer ist jedoch größer.

Dämpfen Sie nicht das ganze Jahr über sollten Sie bei einer Anschaffung auch die Alternative einer kombinierten Dämpf-/Trockenkammer in Betracht ziehen.